SpielberichteZwischenbericht

Zwischenbericht

Croatia 1. Mannschaft

Zehn Spieltage sind mittlerweile absolviert, exakt ein Drittel der Saison ist damit vorüber. Da der HNK Croatia Köln selbst – aufgrund eines spielfreien Sonntags – nicht in den Kampf um Punkte eingreifen konnte, bietet sich eine gute Gelegenheit, um eine aktuelle Wasserstandsmeldung in Bezug auf die Curak-Elf abzugeben sowie einen kleinen Ausblick auf die kommenden Wochen zu wagen. Die „kölschen Kroaten“ belegen derzeit den siebten Tabellenrang, Platz 4 ist allerdings absolut in Reichweite. Fünf Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber, hinzu kommt noch ein Unentschieden. Besonders die Punktverluste gegen den JSV Köln und den Lokalrivalen TFC Köln II schmerzen und waren zudem mehr als unnötig. Diese Partien zeigten eindrucksvoll, dass man keinen Kontrahenten – auch die vermeintlich Schwächeren nicht – einfach mal so im Vorbeigehen bezwingt, sondern man in jedem Duell den nötigen Biss an den Tag legen muss, um erfolgreich zu sein. In den bevorstehenden Wochen wird der HNK zeigen müssen, was in ihm steckt, denn bis zum Jahresende warten nur noch Teams aus der oberen Tabellenhälfte auf Trainer Kristijan Curak und seine Schützlinge.

Der erste Prüfstein wird dabei der SC Holweide III sein. Die Rechtsrheinischen spielen bislang eine solide Saison und stellen mit Tabellenplatz 6 den aktuell erfolgreichsten Aufsteiger der Staffel 1 dar. Anschließend wartet der CfB Ford Niehl II. Die Niehler starteten furios in die Saison, zwischendurch grüßte man den Rest der Liga sogar von ganz oben. Zuletzt ließ der CfB jedoch einen leichten Abwärtstrend erkennen, das Team fiel auf Platz 5 zurück. Sowohl Holweide als auch Niehl stehen lediglich aufgrund eines besseren Torverhältnisses vor dem HNK. Die dritte Hürde lautet: SC Weiler-Volkhoven II. Die Mannschaft ist seit Saisonbeginn in sehr starker Verfassung und verdiente sich durch seine bisherigen Ergebnisse den aktuellen zweiten Tabellenplatz redlich. Zudem mauserte sich die Truppe seit ihrem Aufstieg vor zwei Jahren zu einem Angstgegner für die Kölner Croatia. In vier Begegnungen gelang dem HNK kein einziger Sieg, Weiler setzte sich dagegen dreimal durch. Wird die grauenvolle Serie weiter Bestand haben? Man wird sehen. Nur eins steht jetzt schon fest: Das derzeitige Weiler-Team scheint seit dem ersten Aufeinandertreffen damals nie in besserer Verfassung gewesen zu sein. In Volkhoven wird der Curak-Elf also ein ganz heißer Tanz bevorstehen. Die härteste Prüfung erwartet den HNK aller Voraussicht nach in einem Monat, wenn der momentane Ligaprimus VfL Leverkusen II auf der Großsportanlage Bocklemünd zu Besuch sein wird. Ohne dem Team, das sich in direkter Nachbarschaft zum großen TSV Bayer 04 befindet, auch nur annähernd jegliche Qualität absprechen zu wollen, sind die in der Hinterhand stehenden Verstärkungen aus dem Mittelrheinliga-Kader der ersten Mannschaft doch eine große Trumpfkarte, um in der Liga als Schwergewicht und absoluter Meisterschaftskandidat zu gelten. Am letzten Hinrundenspieltag bekommen es die „kölschen Kroaten“ mit der neuformierten Truppe von Ditib Chorweiler zu tun, die nur schwer einzuschätzen ist, im Moment jedoch auf Platz 8 rangiert und sich auch schon ein kleines Polster gegenüber den eigenen Verfolgern erarbeitet hat. Schließlich wird der Rückrundenauftakt auch noch in diesem Jahr ausgetragen. Gegner wird der aktuelle Tabellenvierte SV Auweiler-Esch sein, gegen den die Curak-Elf am ersten Spieltag den Kürzeren gezogen hatte.

Nochmals: Jeder dieser Konkurrenten wird dem HNK alles abverlangen, daher müssen die „kölschen Kroaten“ in diesen ungemein wichtigen Spielen stets auf der Höhe sein. Zuversicht streuen dürfte in dieser Hinsicht, dass die zuletzt arg strapazierte Personaldecke wieder mehr an Umfang gewinnt. Torjäger Vedran Kosic sollte seine wochenlange Verletzung bis zum Holweide- Spiel überstanden haben. Sicher dabei sein werden die Mittelfeldleute Uwe Keuwel (nach Kurzurlaub) und Jozo Radmilo (nach abgelaufener Rotsperre) sowie Abwehrroutinier Ante-Toni Cosic (zuletzt krank). Abzuwarten bleibt, ob Defensivspezialist Tomislav Rados seine Verletzung bis zum kommenden Sonntag auskurieren wird. Danijel Matic, zweiter „Rotsünder“ im Team, muss hingegen noch ein Spiel aussetzen und wird folglich erst beim Aufeinandertreffen mit Niehl zurückerwartet. Bedauernswert ist der nicht konkurrenzfähige Langzeitausfall Frankopan Bago, erfreulich dagegen, dass der jüngste Neuzugang Lukas Bajcic – ein weiterer feiner Fußballer, der dem HNK hoffentlich zu noch mehr spielerischem Glanz verhelfen wird – dem Team dank seiner kürzlich erhaltenen Spielberechtigung künftig als wichtige Option zur Verfügung steht. Ein weiterer positiver Aspekt ist zudem die blendende Verfassung von Ante Zgela, der in sieben Partien ebenso häufig erfolgreich war. Abschließend gilt ein ganz besonderer Dank an Marko Matic und Thomas Jackschik, die der Mannschaft in den vergangenen Wochen hervorragend dabei geholfen haben, die äußerst ungünstige personelle Schieflage zu meistern.

Hochinteressante und enorm spannende Aufgaben gilt es für die „kölschen Kroaten“ also in nächster Zeit zu bewältigen. Der Verein ruft seine Anhänger und Sympathisanten daher auf, das gesamte Team sowie die beiden Verantwortlichen Kristijan Curak und Andrija Mihalj bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. In diesem Sinne, eine angenehme Woche und bis kommenden Sonntag, wenn der Ball auch beim HNK Croatia Köln wieder rollt.

Geschrieben von: Manuel Herceg