SpielberichteSpielbericht: VfL Leverkusen II vs. Croatia

Spielbericht: VfL Leverkusen II vs. Croatia

HNK unterliegt, Spitzenreiter setzt sich die Krone auf

Am 29. Spieltag setzt es für die Curak-Elf eine 0:4 (0:2)-Niederlage beim VfL Leverkusen II. Die Treubmann-Elf feiert damit einen Spieltag vor Saisonende die Meisterschaft und den Aufstieg in die Kreisliga B. Herzlichen Glückwunsch!

Mit einem enorm dünnbesetzten 12-Mann-Kader ging es für die „kölschen Kroaten“ zum Ligaprimus nach Leverkusen. Es gibt sicherlich idealere Voraussetzungen, solch eine Aufgabe anzugehen, dennoch reiste man nach zuletzt sechs Partien ohne Niederlage mit großem Selbstvertrauen an.

Die erste Chance besaß die Heimelf. Ein Kopfball nach sehr scharfer Flanke war allerdings schwer zu nehmen und ging folglich klar übers Tor (3.). Nach einem schönen Zuspiel hatte Danijel Matic nur noch den Torhüter vor sich, der die erstklassige Möglichkeit jedoch sehr gut entschärfte (5.). Einen Linksschuss setzte der VfL II neben das Gehäuse (8.). Ein Volleyschuss von Ante Zgela, der die Kugel nach einer Flanke von Dimitrios Gelastopoulos volles Risiko nahm, flog deutlich über den Kasten (18.). Einen Pass von A. Zgela schien ein Verteidiger abgefangen zu haben, als D. Matic das Leder wieder eroberte. Seinen Schuss wehrte der Keeper sicher ab (21.). In der 23. Minute fiel der Führungstreffer des Tabellenführers, den der Unparteiische jedoch nicht hätte geben dürfen. Beim Versuch an den Ball zu gelangen, ging ein VfL-Akteur mit beiden Beinen voraus und erwischte Croatia-Keeper Ivan Cavar, der nach dem Zusammenstoß liegen blieb. Der Schiedsrichter ließ das Spiel weiterlaufen. Es folgte ein Querpass, den ersten Versuch aus kurzer Distanz konnte Jozo Radmilo noch hervorragend auf der Linie klären, der Nachschuss zappelte dann aber im Netz – 1:0. Die Curak-Elf hatte sich mental noch nicht richtig gesammelt, als die Gastgeber zwei Minuten später einen Eckstoß zum 2:0 einköpften (25.). Der Doppelschlag war perfekt und brachte der Treubmann-Elf viel mehr Sicherheit. Eine VfL-Direktabnahme flog am Gehäuse vorbei (28.), ehe D. Matic einen Freistoß ein Stück über den Querbalken platzierte (34.). Cavar hielt einen Freistoß (44.), um in der Nachspielzeit noch mit einer Fußabwehr zur Stelle zu sein (47.).

In den ersten 20 Minuten sah das Spiel der „Kroaten“ richtig gut aus. In dieser Phase erwies man sich als ebenbürtiger Gegner. Nach dem irregulären Rückstand hatte der HNK erstmal mit sich selbst zu kämpfen, die Heimelf nutzte dies eiskalt, um die Führung zu verdoppeln. Trotz guter Anfangsphase sah Trainer Kristijan Curak viele Mängel bei seinem Team. Er erläuterte die taktischen Defizite und gab den Spielern neue Anweisungen mit auf dem Weg, um cleveren Hausherren, die mit geschickten Laufwegen überzeugten, nicht zu naiv ins offene Messer zu laufen. 

50 Sekunden nach Wiederanpfiff benötigte die VfL-Reserve, um eine Vorentscheidung herbeizuführen. Ein langer Ball über die HNK-Defensive hinweg, der Angreifer eilte seinen Verfolgern davon und spitzelte das Spielgerät an Croatia-Keeper Cavar vorbei – 3:0 (46.). Ein schönes Solo von Danijel Komljenovic lieferte die Vorarbeit, der Gelastopoulos-Schuss konnte aber geblockt werden (51.). Eine starke Einzelaktion mit überlegtem Abschluss sorgte in der 57. Minute für das 4:0 – die Leverkusener Meisterschaft war somit unter Dach und Fach. A. Zgela scheiterte mit einer aussichtsreichen Chance am VfL-Schlussmann, den Abpraller klärte ein Verteidiger vor A. Kosic (61.). Ein VfL-Schuss flog über den Kasten (62.), der Torhüter parierte einen Matic- Abschluss nach Gelastopoulos-Pass (70.), ebenso wehrte er einen Kosic-Kopfball nach Gelastopoulos-Flanke ab (71.). Eine Viertelstunde vor Abpfiff hob ein Angreifer die Kugel über Cavar hinweg und versuchte per Rückzieher zum Torerfolg zu kommen. Der gerade eingewechselte Ivan Nevistic rettete zwar vor der Linie, donnerte das Leder dabei aber an den eigenen Innenpfosten. Der Ball landete wieder bei der Heimelf, die Kugel wurde in die Mitte gepasst, doch wieder gelang es nicht, das Runde ins Eckige unterzubringen (75.). Nachdem die Hausherren die Kugel am Gehäuse vorbeischossen (76.), erspielte man sich dank eines wunderbaren Zuspiels eine sehr schöne Gelegenheit. Der durchgestartete VfL-Akteur traf allerdings nur das Außennetz. Wenige Augenblicke später flog ein nicht ideal getroffener Volleyschuss der Gastgeber neben den Kasten (82.). In der 86. Minute bekam der HNK einen unberechtigten Strafstoß zugesprochen. Gelastopoulos wurde von seinem Gegenspieler zwar zu Fall gebracht, dieser spielte jedoch klar sichtbar den Ball. Der Mittelfeldspieler, sonst sehr sicherer Schütze, übernahm selbst die Verantwortung, der Torhüter ahnte die Ecke allerdings und parierte sehenswert. Lukas Bajcic setzte sich gekonnt auf der rechten Seite durch, Gelastopoulos blieb in der Mitte fast schon nichts anderes übrig, als es mit der Hacke zu probieren, doch der Torwart begrub das Leder unter sich. Im Gegenzug landete ein VfL-Distanzschuss neben dem Gehäuse (89.). Nachdem A. Zgela einen „Hochkaräter“ am Tor vorbeischoss (94.), konnten die Feierlichkeiten auf dem Leverkusener Kunstrasenplatz beginnen.

Zum zweiten Durchgang gibt es nicht viel zu sagen. Der schnelle dritte Treffer gleich nach dem Seitenwechsel nahm der Begegnung auch den letzten Funken an Spannung. Dass sich abgezockte Leverkusener einen solchen Vorsprung bei noch einem benötigten Punkt nicht mehr nehmen lassen würden, war keine Überraschung. Alle Heimspiele siegreich gestaltet, nur 8 Punkte bislang abgegeben, sowohl die treffsicherste Offensive als auch die abwehrstärkste Defensive. Hinsichtlich Spielanlage und taktischer Reife das beste Team der Liga. Kurzum: Der VfL Leverkusen II ist völlig verdienter Meister der Kreisliga C Staffel 1. Demzufolge noch einmal die herzlichsten Glückwünsche an Marco Treubmann, seinen „Co“ Hans-Dieter Hedemann und ihre gesamte Truppe. Viel Glück und Erfolg im kommenden Jahr in der „B“! Man sieht sich! Ebenfalls einen herzlichen Glückwunsch an unseren Freund Murat Üren und seinen FC Süryoye Köln, die den Klassenerhalt geschafft haben. Höchste Anerkennung für den großen, aber auch schwierigen Kampf, der mit einem weiteren Jahr in der Liga belohnt wurde. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in der kommenden Saison. Damit steht der SuS Nippes 12 II als einziger Absteiger fest. Nach sechs Spielen ohne Niederlage hat es den HNK mal wieder erwischt. Überhaupt war es erst die zweite Pflichtspielniederlage in diesem Jahr, lediglich dem feststehenden Meister sowie dessen Verfolger aus Merkenich musste sich die Curak-Elf beugen. Zudem blieb das Team erstmals seit 16 Begegnungen ohne eigenen Torerfolg. Mit dem Jahr 2015 ist das Croatia-Lager bisher hochzufrieden.

Am kommenden Sonntag endet eine weitere Spielzeit. Der HNK Croatia Köln empfängt das starke Ditib Chorweiler. Über einen Besuch, um unsere Jungs ein letztes Mal anzufeuern und zu unterstützen, würden sich das Team sowie der Verein sehr freuen. Forza HNK!

Aufstellung: 1 Cavar – 8 Vukoja, 13 Komljenovic, 6 Radmilo, 17 J. Zgela – 3 Obsivac, 9 Bajcic – 7 Gelastopoulos, 10 D. Matic, 11 A. Zgela – 19 A. Kosic (ab 74. 4 Nevistic)

Tore: 1:0 (23.), 2:0 (25.), 3:0 (46.), 4:0 (57.)

Besonderes Vorkommnis: Gelastopoulos verschießt Foulelfmeter (86.)

Gelbe Karten: D. Matic (29.), Bajcic (48.), A. Kosic (49.), Komljenovic (80.)

Geschrieben von: Manuel Herceg